• Autoren aufgepasst! – Ausschreibung des hnb-verlags

     

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    Der hnb-verlag möchte zukünftig sein Programm noch mehr auf aktuelle Trends und neue Genres ausrichten. Zu diesem Anlass startet er eine Ausschreibung, um Autoren die Möglichkeit einer Buchpublikation zu eröffnen. Die besten Manuskripte werden von einer Fachjury ausgewählt und mit einer Buchveröffentlichung belohnt.

     

     

    Ausschreibungsthemen 2015:

    1. Liebesgeschichten mit problematischem Hintergrund:

    Romantische Liebesgeschichten mit spannendem Konfliktpotential, z. B. Krankheit, Armut, Verbrechen, schicksalhafte Begegnungen, Betrug, Verrat, Neid usw.

    2Young Romantic Fantasy

    Spannende fantastische Liebesgeschichten für junge Erwachsene.

    3. Crime & Mystery

    Spannende, außergewöhnliche und mysteriöse Geschichten, die für Nervenkitzel sorgen.

    4. Erotische Liebesgeschichten

    Leidenschaftliche, romantische Liebesbeziehungen mit Pfiff. Lustvolle erotische Erlebnisse, über die man eigentlich nicht spricht.

    5.Thriller

    Packende, spannende und fesselnde Geschichten, die den Leser nicht mehr ruhen lassen.

    6. Fantasy-Abenteuer

    Magische, mystische und geheimnisvolle Geschichten aus fremden Welten.

    Wer diese Gelegenheit nutzen möchte, sendet sein unveröffentlichtes Manuskript zusammen mit einem Exposé,  einem kurzen Lebenslauf und einer Publikationsliste per Mail im Word- oder PDF-Format an folgende Adresse:

    info@hnb-verlag.de

    Einsendeschluss ist der 30.06.2015

    Teilnehmen dürfen Personen ab dem 18. Lebensjahr, ausgenommen sind Mitarbeiter und Angehörige des Verlags.

    „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ – unter diesem Motto erhalten alle frühzeitigen Einsendungen die Chance, schon im 2. Halbjahr 2015 in das Buchprogramm des hnb-verlags aufgenommen zu werden. Dies bedeutet eine Buchveröffentlichung noch in diesem Jahr.

    hnb-verlag 15.01.2015

     

  • Im Nebel des Falken

    Cover Im Nebel des Falken vorne - kleinDaniel Rekowski
    Im Nebel des Falken 

    Emma, eine junge Assistenzärztin an der Berliner Charité, erhält von ihrem Vorgesetzten den Patienten David zugewiesen, der vor fünfzehn Tagen auf unerklärbare Weise ins Koma gefallen ist. Auch seine Genesung scheint alles andere als gewöhnlich zu verlaufen.
    Emma fühlt eine innere Verbindung zu David und will ihm um jeden Preis helfen. Doch wie hoch ist dieser Preis? Emma stellt ihre Berufung als Ärztin in Frage und begibt sich auf die Suche nach dem Sinn des Lebens. Was sind wir? Sterben wir einfach, oder bleibt irgendetwas von uns auf dieser Erde zurück? Gibt es Verbindungen in andere Zeitepochen? Emma zweifelt an ihrem gesamten Weltbild und setzt für die Antworten auf ihre Fragen vieles aufs Spiel.
    Währenddessen erlebt David eine unglaubliche Reise in eine vergangene Zeit …
    Eine spannende und zugleich nachdenkliche Geschichte über das Leben nach dem Leben, die den Leser auch in die Welt von König Heinrich I. von Sachsen im 10. Jahrhundert n.Chr. entführt.
    Print: 12,90€ 
    E-Book: 7,99€ 

    Leseprobe:
    Plötzlich schießen Dr. Miller und Anika am Ende des Flurs um die Ecke und hetzen an Emma vorbei. Sie traut sich nicht, die beiden anzusprechen, sondern schließt sich ihnen an. Mit jedem Meter wird ihr klarer, was das Ziel der Hektik ist: Zimmer 4.
    Nun wird auch Emma schneller. Ohne wichtigen Grund würde Anika niemals Dr. Miller auf eine solche Weise durch das Haus jagen. Mit Bangen legt Emma die letzten Meter zurück und bleibt in der Tür des Krankenzimmers stehen. Dr. Miller und Anika sind bereits am Krankenbett angekommen, wo Dr. Miller die Vitalfunktionen des Patienten prüft. Auf den ersten Blick kann Emma nichts Ungewöhnliches erkennen. Dr. Miller sieht Emma im Augenwinkel und winkt sie ohne Worte zu sich heran. Sie tritt nach vorne und schaut in Davids Gesicht. Da sind sie wieder, die tiefen Furchen in der Wange und das gebräunte, vertrauensvolle Gesicht. Immer noch nichts Auffälliges. Doch, jetzt sieht sie es. Eine Bewegung der Augen hinter den geschlossenen Lidern. Ein Zucken. Und noch eines. Die Instrumente geben jedoch nichts Außergewöhnliches preis. Sie piepen wie immer, schnaufen wie immer, und das leise Tropfen der Flüssigkeiten klänge auch wie immer, würden die Geräusche, die Dr. Miller verursacht, nicht alles übertönen.
    „Vitalfunktionen normal. Seltsam.“ Mehr gibt Dr. Miller nicht von sich, bevor er ein zweites Mal mit seinem Check beginnt. Auch er überprüft die Aufzeichnungsgeräte und kann keine Auffälligkeit feststellen.
    Jetzt erst dreht er sich zu Emma und Anika um. „Ich weiß nicht, was hier genau los ist, aber wir beobachten das weiter. Erst mal nichts Ungewöhnliches.“
    Emma kennt diesen letzten Satz zur Genüge: erst mal nichts Ungewöhnliches. Wie sie diesen Satz bei Dr. Miller hasst. Erst mal nichts Ungewöhnliches. Und dann auch noch mit diesem englischen Akzent, der ohnehin schon etwas hochnäsig klingt. Diesen Satz, das weiß Emma mittlerweile, verwendet Dr. Miller sehr gerne bei Auffälligkeiten, die auch er mit den Erfahrungen aus seiner ach so langen Karriere nicht erklären kann. Und solange Auffälligkeiten nicht gesundheitsgefährdend sind, hinterfragt er sie nicht weiter und geht seiner täglichen Arbeit nach. Noch nicht einmal später, wenn er zur Ruhe gekommen ist, beschäftigt er sich damit. Dinge, die nicht zu erklären sind, braucht man auch nicht zu erklären. Sie kommen und gehen wieder – das ist seine Welt.
    Emma schaut Dr. Miller hinterher, der mittlerweile weitere Aufgaben an Anika delegiert und sich dabei wieder aus Zimmer 4 entfernt. Anika blickt sich noch einmal zu Emma um, muss aber Dr. Miller, der ständig weiterredet, hinaus auf den Gang folgen. Bald dringen die belehrende Stimme ihres Mentors und Anikas kurze Antworten nur noch von Weitem an Emmas Ohr. Sie starrt in das Gesicht ihres Patienten und fixiert seine geschlossenen Augen.
    Plötzlich hört sie Schritte. Anika ist zurückgekommen, legt die Hand auf Emmas Schulter und folgt ihrem Blick zu Davids Augen.
    Emma spürt den fragenden Ausdruck in Anikas Gesicht und flüstert: „Ich weiß es nicht. Ich verstehe das auch nicht. Wie soll das gehen?“
    Anika klopft Emma mit der Hand auf die Schulter. Sie kennt Emma und hat sie nur ganz selten so unsicher erlebt.
    Emma mustert wieder die Geräte. Keine Auffälligkeiten.
    „Das dürfte eigentlich so nicht sein“, antwortet Anika. „Wer weiß, was der gerade durchmacht.“ Dann klopft sie Emma ein weiteres Mal auf die Schulter und lässt sie allein im Raum zurück.
    Emma wendet sich wieder David zu – und noch einmal: ein Zucken hinter den geschlossenen Lidern, aber keine Veränderung an den Geräten. Diese bestätigen immer noch einen stabilen, im Koma liegenden Patienten. Emma erinnert sich an Anikas letzten Satz: Wer weiß, was der gerade durchmacht. Dieser einfach nur so daher gesagte Satz beinhaltet wahrscheinlich viel mehr an Wahrheit, als diejenige, aus deren Mund er stammt, jemals wissen wird.

    Autorenvita

    Daniel Rekowski, Jahrgang 1972, spezialisierte sich nach seiner klassischen Berufslaufbahn als Bankkaufmann und Betriebswirt im Bereich des Persönlichkeitstrainings. In mehreren Stationen als Führungskraft unterschiedlicher Unternehmen erkannte er die Wichtigkeit der Etablierung emotionaler Kompetenz im Gesundheitswesen. Sein Interesse an frühmittelalterlicher Geschichte führte ihn zu mittlerweile verloren gegangenen Werten der Menschlichkeit und emotionaler Achtsamkeit. Die Frage nach dem Wert unseres Geistes und was von ihm übrig bleibt, ist ihm ein großes Anliegen.

    1. Auflage
    ca. 190 Seiten
    Softcover, Klebebindung
    Print:
    ISBN 978-3-943018-77-6
    € 12,90 (D) / € 13,90 (A) / sFr 18,50
    E-Book (EPUB):
    ISBN 978-3-943018-78-3

  • Die Jagd nach dem magischen Lexikon

     

    Die Jaagd nach dem magischen Lexikon

    Die Jagd nach dem magischen Lexikon

    Sabine Kampermann
    Die Jagd nach dem magischen Lexikon
    In der Trollwelt herrschen chaotische Zustände, seit die Trolle verflucht wurden und nicht mehr lesen dürfen. Trollmädchen Sofia ist verzweifelt: Sie liebt Bücher, und für sie gibt es nichts Besseres als gute Geschichten. Um ihre geliebte Großmutter Piranhia von dem Fluch zu befreien, muss sie das magische Lexikon finden und dem jungen, einsamen Genie Albert, dem das Lexikon gehört, acht Wünsche erfüllen.
    Mithilfe der Wünsche lernt Albert den Wert von Freundschaften kennen und freundet sich ausgerechnet mit seinem Todfeind Sebastian an. Die unvorhersehbaren Nebenwirkungen der Wünsche bewirken allerdings, dass Alberts schwangere Mutter überstürzt ins Krankenhaus gebracht werden muss. Der letzte noch verbliebene Wunsch stellt Albert vor die Wahl: Mutter oder Kind? Findet Albert durch die Hilfe seiner neuen Freunde einen Ausweg? Eine märchenhafte Geschichte für junge Leser ab 8 Jahren.
    Print:  12,90 €
    E-Book: 7,99  €  

    Leseprobe

    Sofia blickte zuerst auf den Buchdeckel, danach auf den wachsenden Türspalt. Die Tür knarrte und wehrte sich, doch auf Dauer vergeblich. Der Spalt wuchs unaufhaltsam. Das Licht einiger Glühwürmchen fiel hindurch.

    Sofia sah etwas, vielmehr ein Wesen. Trollfell schimmerte grün durch den Spalt. Sie zitterte. Kein Troll durfte sie beim Lesen erwischen! Nur das nicht! Sie fasste sich an den Hals und massierte ihn. Das letzte Stück Papier rutschte ihre Speiseröhre hinunter. Sie japste nach Luft, schluckte zu viel und rülpste. Eine Klaue hielt sie sich vor das Maul und erstickte damit den Rülpslaut, mit der anderen rieb sie ihren Bauch. Ihr Blick ging zum Buch. Die Schatzinsel bannte sie, sie konnte sich kaum bewegen.
    Ganz langsam schaffte sie es, wenigstens ihre Beine auszustrecken. Noch ein paar Zentimeter weiter, dachte sie und drückte die Knie durch.
    In diesem Augenblick betrat eine anbetungswürdig warzige Gestalt ihr Versteck.
    »Umma«, hauchte Sofia. Sie bewunderte die pelzige alte Trollin mehr als jeden anderen Troll auf der Welt. Wie gerne schaute sie in Umma Piranhias Gesicht! Unzählige Warzen in den unterschiedlichsten Formen und Farbschattierungen schmückten es. Umma konnte mehr davon vorweisen als Ödnis und der Trollchef zusammen. Sofia zierten nur wenige, völlig farblose Warzen, leider. Diese verdienten den Namen Warze nicht einmal.
    Sie seufzte und starrte Umma weiterhin anerkennend an. Ein besonders prachtvolles blaues Warzenexemplar prangte mitten auf Piranhias breitem, knolligem Riechkolben. Ein Lauschlappen lugte aus dem dichten koboldblauen Haar hervor, welches durch den Staub in den Höhlen eher grau wirkte – nicht wegen ihres Alters, wie Piranhia stets betonte. Blau leuchtete nur ihr selbstgenähter Kittel, der ihr Fell vor Haarausfall und Verschmutzung schützte. Sofia konnte sich nicht sattsehen. Die haarigen Klauen schmückten lange, scharfe Krallen, und Ummas runde Augen leuchteten gelbgrün.
    Sofia betrachtete ihre eigenen Stummelkrällchen und seufzte noch einmal. Nie würde sie so eindrucksvoll aussehen wie Piranhia. Sie galt als die unscheinbarste Trollin der gesamten Trollheit. Ihren Oberkörper zierte kein Pelz – abgesehen vom Rücken, und den verdeckte ihr Hemd.
    Fast neidisch berührte sie Ummas glänzendes Fell, das selbstverständlich den ganzen Leib bedeckte, und stöhnte. Sofias runden, meerblauen Augen fehlte jegliche Trollhaftigkeit, zudem beschämten ein solch kleiner Riechkolben und mickrige, kaum abstehende Lauschlappen ansonsten keinen ihrer Artgenossen. Niemand schenkte ihr Beachtung. Sie glich einem Menschen. Das hatte ihre Mutter bereits bemerkt, als Sofia noch zu den Kleintrollen gehörte. Seitdem wünschte sie sich, wenigstens einmal in ihrem Leben einen Menschen zu sehen.
    »Ja, ich bin es, deine Umma. Dass du dich überhaupt noch an mich erinnerst! Wolltest du mich nicht besuchen, oder gilt das erst für nächstes Jahr?«
    »Ups!« Mehr brachte Sofia nicht heraus. Den Besuch hatte sie über der Schatzinsel völlig verschwitzt. Nie zuvor hatte sie Umma vergessen. Eher versäumte sie zu schlafen, zu essen oder den Gutenmorgenrülpser.

    Autorenvita

    Sabine Kampermann schreibt fantastische Kinderbücher, jedoch nicht ausschließlich. So wurde sie unter anderem für den Agatha-Christie-Preis sowie für mehrere Kurzgeschichtenpreise nominiert. In ihren Geschichten erweckt sie nicht nur Trolle zum Leben, sondern auch Wollmäuse, sprechende Türen, festgerostete Erdachsen und Drachenvegetarier mit Haifischgebiss.
    „Die Jagd nach dem Magischen Lexikon“ wurde vom Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg mit einem Arbeitsstipendium ausgezeichnet.

    1. Auflage
    190 Seiten
    Farbillustrationen
    Softcover, Klebebindung
    Illustrationen: Jan Hillen
    Print:
    ISBN 978-3-944266-11-4
    € 12,90 (D) / € 13,90 (A) / sFr 18,50
    E-Book (EPUB):
    ISBN 978-3-944266-12-1