• Een Schnäpperkin löst de Zunge

    Een Schnäpperkin löst de Zunge

    Een Schnäpperkin löst de Zunge

    Dietrich Novak
    Een Schnäpperkin löst de Zunge
    Vergnügliches vom Stammtisch rund um die Berliner Redensarten und Sprüche Ortsteil Wedding

    In einer typischen Alt-Berliner Kneipe treffen sich jeden Mittwoch vier Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: Hotte ist Witwer, Jünne geschieden, Helmut verheiratet und der ewige Junggeselle Manne lässt es sich im Hotel Mama gut gehen. Was sie verbindet, ist die Liebe zu ihrer Geburtsstadt Berlin und besonders zum Stadtteil Wedding, in dem sie aufgewachsen sind und wo sie alle noch wohnen.
    Begeben Sie sich auf eine vergnügliche Zeitreise und lassen Sie sich vom Berliner Humor gefangen nehmen, der durchaus wehmütige Untertöne haben kann, aber immer frech, bisweilen sogar etwas respektlos, aber nie wirklich böse gemeint ist. Genießen Sie informative Unterhaltung rund um den Berliner Dialekt und dessen Ursprünge zum Kennenlernen, Schmunzeln und Erinnern.
    Print: 12,90 €  
    E-Book:  9,99 €   

     

    Leseprobe
    „Mensch, Hotte, wir dachten schon, du kommst nich’“, klang es vielstimmig an diesem Mittwoch.
    „Tut ma leid, ick bin vor de Glotze einjenickt und hab’ vapennt.“
    „Na, nu’ biste ja da“, sagte Helmut. „Willste ooch’n Bräßering?“
    „Wat will ick?“
    „Na, `nen Bräßering, Brathering uff Englisch.“
    „Sach ma’, du willst wohl’n ollen Mann vaäppel’n? Seit wann quatschst du denn perfekt auswärts? Und du willst ma doch nich’  weismachen, dat wa hier welche kriejen?“
    „Wenn icks dir sage. Als ick letzet Mal `ne Stange Wasser in de Ecke jestellt habe, bin ick bei Erna an de Küche vorbeijekommen. Und die hat mir erzählt, dass se am Wochenende Heringe brät. Erna, haste Bratheringe oder nich’?“
    „Klah, wie ville Kilo willsten?“, rief Erna von der Theke aus herüber. „Wart ma’, ick komme.“
    „Mensch, Erna, ick bin ja hin und wech“, sagte Hotte wenig später zu der dicken Wirtin. „Haste da wirklich die Arbeet jemacht oder nur’n paar Büchsen uffjemacht?“
    „Von wejen, selbst jebraten und einjelecht. Inzwischen sind se schön durchjezogen. Ihr könnt’ ooch frische Bratkartoffeln dazu ha’m. Nur müssta euch in den Nichtraucharaum bemüh’n. Nich’ dasser ma de Teller mitsamt de Jrät’n untern Tisch schmeißt, wenn eener nach Ordnungsamt riecht.“
    „Is jebongt, Erna“, sagte Hotte. „Für mir mit Bratkartoffeln und schön ville Bollen.“
    „Ja, für mir ooch“, fügte Jünne hinzu.
    „Ick nehme se nur mit Brot, und mit wenich Zwiebeln“, meldete sich nun Helmut.
    „Du hast wohl Angst, dass de von deine Karin ausquartiert wirst, wejen Platzkonzert und so?“, meinte Hotte.
    „Das hast du ja nicht nötich. Du weeßt ja, wo deine Holde liegt, nämlich uff’m Friedhof. Und damit jeht’s dir besser als so manch eenem.“
    „Stimmt, aber ick wär trotzdem froh, wenn ick se noch hätte. Und du, Manne? Leistest de uns nur Jesellschaft? Denn wahrscheinlich macht da Muttern selbst welche.“
    „Nein, leider nicht. Sie meint, danach stinkt die Wohnung noch tagelang. Und außerdem sind die aus der Büchse heute auch schon ganz gut.“
    „Find ick nich’. Et jeht nischt über selbst jemachte“, sagte Jünne. „Na denn kommt Jungs, jeh’n wa in de sterile Bude rüber, wenichstens darf ma da noch sein Bier saufen.“
    Gesagt, getan, die vier ließen es sich gut schmecken und kamen danach wieder an ihren Stammtisch zurück.
    „Nu werd’ ick da ooch ma’ wat frag’n“, sagte Hotte zu Helmut. „Weeßte, wat’n Pacheidel is’?“
    „Nee, aber du wirst es mir bestimmt gleich sagen.“

    Autorenvita

    Als typisches Kind der fünfziger Jahre galt Dietrich Novaks Interesse schon immer dem Film, den schönen Künsten und seiner Heimatstadt Berlin. In reiferen Jahren erhielt er die Möglichkeit, sich einen Traum zu erfüllen und selbst als Schauspieler auf der Bühne zu stehen. Schon bald schrieb er eigene Theaterstücke, die allesamt zur Aufführung kamen. Nebenher verfasste er Romane und Drehbücher, in denen er seiner Fantasie freien Lauf lassen konnte. Heute konzentriert er sich hauptsächlich auf das Schreiben. Er beschäftigt sich auch gerne mit der jüngsten Vergangenheit und hält mitunter einen nostalgischen Rückblick auch auf das eigene Leben. Seine Liebe gilt den fünfziger Jahren mit ihrem Wirtschaftswunder. Als Maler kann er auf diverse erfolgreiche Einzel- und Gruppenausstellungen zurückblicken.

    1. Auflage
    110 Seiten
    Schwarzweiß-Illustrationen
    Softcover, Glanzeinband, Klebebindung
    Illustrationen: Rudolf Schuppler
    Print:
    ISBN 978-3-943018-22-6
    € 12,90 (D) / € 13,90 (A) / sFr 19,80
    E-Book (PDF):
    ISBN 978-3-943018-23-3

  • Scharf jeschnitten und spitz jequatscht

    Scharf jeschnitten und spitz jequatscht

    Scharf jeschnitten und spitz jequatscht

    Dietrich Novak
    Scharf jeschnitten und spitz jequatscht
    Plaudereien beim Friseur rund um die Berliner Sprüche und Redensarten Ortsteil Moabit
    Am Montagnachmittag bleibt der „Salon Marina“ in Berlin-Moabit für die Kundschaft geschlossen. Denn da empfängt die Inhaberin ihre drei Freundinnen, die vom Alter und in ihrer Wesensart sehr unterschiedlich sind. Zwei der Damen sind Urberlinerinnen, wie Marina auch, die andere ist zwar zugereist, aber längst gefühlte Berlinerin. In entspannter Atmosphäre macht Marina ihnen die „Haare krumm“. Bei Kaffee und Kuchen plaudern die vier über die großen und kleinen Sorgen, wobei natürlich auch die Männer ihr Fett wegbekommen.
    Ganz nebenbei erhält der Leser Informationen über das Moabit von damals und heute. Erinnerungen an längst vergessene Gebäude und Vergnügungsstätten dieses Stadtteils werden wach. Und immer steht der typische Berliner Humor mit seinen Sprüchen und Redensarten im Vordergrund. Lassen Sie sich gut unterhalten und lachen Sie mit, wenn auch mitunter die berühmte „Träne im Knopfloch“ dabei ist.

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    Leseprobe

    „Hallo, Friedel“, begrüßte sie Marina herzlich. „Einmal Waschen und Hinlegen oder doch lieber Waschen und Stöhnen?“
    Mit „Hinlegen“ war das Aufdrehen mit Lockenwicklern gemeint, und mit „Stöhnen“ das Föhnen, aber das bedurfte längst keiner Erklärung mehr, denn es war ein Running-Gag zwischen ihnen, den Friedel erfunden hatte.
    „Von wejen Hinlejen, dir helf ick jleich. Ick will ja nich’ wie meine eijene Großmutter aussehen“, grinste Friedel. „Hoffentlich is’ der Kaffe schon fertich.“
    „Klar, wat denkst du denn? Komm rin, denn kannste rauskieken.“
    Als Friedel ihre Jacke ablegte, kam die nächste: Sylvia, mehr oder minder glücklich verheiratet und halbtags als Verkäuferin tätig. Auch ihr sah man ihr fortgeschrittenes Alter nicht an. Sie war zwar Ende Vierzig, wurde aber meist um zehn Jahre jünger geschätzt.
    „Na, ihr beeden? Habter mir noch `ne Pfütze Kaffe übrich jelassen?“, fragte sie munter, nachdem sie beide Frauen umarmt hatte.
    Keine von beiden konnte antworten, denn in diesem Moment betrat auch Linda, die mit ihren einundvierzig Jahren die Jüngste war, das Geschäft.
    „Entschuldigt, Kinder, aber ihr wisst doch, ich habe vorher immer meine Kosmetik…“
    „Heute biste aber nich’ dranjekommen, wa?“, neckte Friedel sie, wofür sie einen kräftigen Knuff in die Seite zurückbekam.
    „Aua, det is’ respektlos, `ne olle Frau zu hau’n“, tat Friedel übertrieben wehleidig.
    „Kommt, ihr Lieben, lasst uns gleich `ne Lagebesprechung machen. Damit ick weeß, mit wem ick anfange“, sagte Marina. „Also, Friedel wird nur geföhnt, das mach’ ick zwischendurch. Und wat habt ihr uff’m Herzen?“
    „So manchet, aber det wirste uns nich’ abnehm’ können“, sprach Sylvia für alle.
    „Ach haben wir wieder Stress mit dem Holden?“, fragte Linda, die nicht in Berlin geboren war und deshalb nur selten in Dialekt verfiel.
    „Stress? Uff’n Mond könnt’ ick’n schießen, aba der würde jlatt wiederkommen, wie ick’n kenne.“
    „Könn wa uns den Kummakasten für später uffheben?“, mischte sich Friedel ein. „Marina will planen. Also, bei mir is’ nich’ nur Föhnen. Meine Strähnen müssen uff-jefrischt wer’n, die sind schon mehr Miss Piggy wie pink.“

    Autorenvita

    Als typisches Kind der fünfziger Jahre galt Dietrich Novaks Interesse schon immer dem Film, den schönen Künsten und seiner Heimatstadt Berlin. In reiferen Jahren erhielt er die Möglichkeit, sich einen Traum zu erfüllen und selbst als Schauspieler auf der Bühne zu stehen. Schon bald schrieb er eigene Theaterstücke, die allesamt zur Aufführung kamen. Nebenher verfasste er Romane und Drehbücher, in denen er seiner Fantasie freien Lauf lassen konnte. Heute konzentriert er sich hauptsächlich auf das Schreiben. Er beschäftigt sich auch gerne mit der jüngsten Vergangenheit und hält mitunter einen nostalgischen Rückblick auch auf das eigene Leben. Seine Liebe gilt den fünfziger Jahren mit ihrem Wirtschaftswunder. Als Maler kann er auf diverse erfolgreiche Einzel- und Gruppenausstellungen zurückblicken.

    1. Auflage
    110 Seiten
    Schwarzweiß-Illustrationen
    Softcover, Klebebindung
    Illustrationen: Rudolf Schuppler
    Print:
    ISBN 978-3-943018-32-5
    € 12,90 (D) / € 13,90 (A) / sFr 19,90
    E-Book (EPUB):
    ISBN 978-3-943018-33-2