• Lui – gemeinsam gegen die Ratten

    Cover Lui vorne - kleinFunda Agirbas
    Lui – gemeinsam gegen die Ratten

    In Berlin sind die Ratten dabei, die Herrschaft zu übernehmen – nicht die Diebe und Trickbetrüger, wie sie in Friedrichshain unterwegs sind, sondern die Mafia aus Kreuzberg, deren Anführer Odium in seiner Selbstherrlichkeit und Machtgier keine Grenzen der Brutalität kennt.
    Um sich zu wehren, haben die anderen Tiere die ARM, die Anti-Ratten-Mafia, gegründet. Ihre Anführerin ist die wunderschöne Katze Safiye, die es vermag, den Kampf mit Klugheit und Geschick zu führen und dabei ihren Grundwerten von Freiheit und Gleichheit treu zu bleiben. Als sie sich ausgerechnet in Lui, den einzelgängerischen Fuchs aus dem Treptower Park, verliebt, werden die anderen Tiere misstrauisch. Die Lage spitzt sich zu, als Safiye entführt wird …
    Zwischen Müllcontainern in den Hinterhöfen und geheimen Orten auf den Friedhöfen, zwischen Dönerresten auf dem Mehringdamm, den Düften aus einem indischen Restaurant beim Südstern und dem Morgengrauen über dem Engelbecken entfaltet sich eine packende Handlung mit starken Charakteren für Jugendliche ab 12 Jahren.

    Print: 14,90 €
    E-Book: 9,99 €

    Leseprobe:
    „Dürfen wir den Herrn einen Moment stören? Denn der Herr frisst sich durch unsere Vorratskammer!“
    „Und wir haben ihn nicht eingeladen, oder?“, ergänzte eine zweite, etwas tiefere Stimme. „Wir haben ihm nicht angeboten, sich aus unserem Topf zu bedienen.“
    Beide krächzten ein widerliches Lachen. Lui machte mit einem gekonnten Sprung eine scharfe Drehung und stand nun als eindrucksvolle Erscheinung vor den beiden Ratten. Einen kurzen Moment schoss ihm durch den Kopf, dass die zwei für ihre Gattung verflucht groß und schwer waren. Zumindest hatte er das Gefühl, dass die Ratten in Kreuzberg langsam, aber sicher zu Riesen-Nagetieren mutierten. Er sah sie mit sicherem Blick an. Die zwei waren ebenfalls sichtlich beeindruckt von Luis Größe, denn auch er war für seine Art sehr ansehnlich gewachsen.
    Lange hielt dieser Zustand aber nicht an. Ihre Dreistigkeit überwog prompt. Die Größere der beiden schritt langsam auf Lui zu. Ihre ohnehin schon winzigen Augen verzogen sich zu schmalen Schlitzen, als sie zischte: „Das ist unsere Futterstelle. Das war sie schon immer, Fuchs.“ Die zweite Ratte zog nach.
    Lui verunsicherte die Arroganz der beiden, denn auch wenn sie zu zweit waren und für ihre Art recht groß, hätten sie im Falle eines Kampfes keine Chance gegen ihn. Er lächelte überlegen. „Ach, so ist das“, entgegnete er herausfordernd.
    „Ja, das meinen wir“, konterte die Große.
    Wieder kamen die beiden näher, und nun fletschte Lui die Zähne. Die Ratten blieben daraufhin zwar stehen, doch ihre Angriffslust lag eindeutig noch zwischen ihnen.
    „Wir sagen es dir nicht ein zweites Mal. Das ist unsere Futterstelle!“, warnte die Kleinere.
    „Ach, und was genau habt ihr zwei Mäuschen vor, um mich aufzuhalten?“ Lui entspannte seine Haltung, um seine absolute Überlegenheit zu demonstrieren, während den Ratten der Zorn ins Gesicht geschrieben stand.
    Als plötzlich die Neonröhre mahnend aufzischte und für einige Sekunden erlosch, konnte Lui das schnelle Trippeln der Rattenfüße vernehmen. Sofort nahm er seine Kampfstellung ein. Sein Gebiss blitzte drohend auf, und mit angelegten Ohren und angespanntem Körper war er bereit, sie anzufallen.
    Die Beleuchtung setzte mit einem Dauerflimmern wieder ein. Lui versuchte eiligst, seine Augen an das Flackern anzupassen, doch es fiel ihm schwer. Einzelne Bilder wirkten in Sekundenschnelle auf seine Wahrnehmung ein, bis ihm schmerzlich bewusst wurde, dass der ganze Hof von kolossalen Ratten übersät war – eine größer als die andere. Sie hatten ihre Aufmerksamkeit uneingeschränkt auf ihn gerichtet. Ihre Pfoten bohrten sich in den Asphalt, die Leiber bogen sich in eine bedrohliche Sprungposition, und ihre Nagezähne leuchteten ihm gefährlich entgegen. Jeden Moment würden sie angreifen. Ihm blieb keine andere Wahl, als so schnell wie möglich zu verschwinden.
    Lui erfasste den Raum. Er war eingekesselt, und die Hintertür des Gebäudes war von einem der Müllcontainer versperrt. Jetzt musste er schnell handeln, das Herz schlug ihm heftig gegen die Brust, und sein scharfer Verstand arbeitete auf Hochtouren. Ein paar Ratten waren für ihn kein Thema. Gerade fixierten ihn aber mindestens fünfzig ihrer Art. Plötzlich entdeckte er ein offenes Fenster. Mit einem gekonnten Satz schwang er sich auf den Container und sprang direkt durch die Öffnung ins Innere des Hauses.

    Autorenvita

    Funda Agirbas, 1976 in Mannheim geboren, arbeitet und lebt seit acht Jahren mit ihrer Familie in Berlin. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre zog es sie in die Hauptstadt, wo sie eines Abends bei einem Spaziergang einem Fuchs begegnete und sich entschloss, über das Leben der Tiere in Berlin zu erzählen.

    1. Auflage
    ca. 240 Seiten
    Softcover, Klebebindung
    WG Kinder und Jugend
    Print:
    ISBN 978-3-943018-85-1
    € 14,90 (D) / € 15,90 (A) / sFr 22,90
    E-Book (EPUB):
    ISBN 978-3-943018-86-8

     

  • Milly Perle und das Geheimnis…

     

    Milly Perle und das Geheimnis der griechischen Halbinsel

    Milly Perle

    Sina Noschke/Britta Reinhard
    Milly Perle und das Geheimnis der griechischen Halbinsel

    Endlich ist es wieder so weit, und Milly Perle fährt mit ihrer Familie in den Urlaub. In diesem Jahr geht es nach Griechenland auf die Halbinsel Chalkidiki.
    Als Milly am Strand sitzt und auf das Meer hinausschaut, erblickt sie einen Sandstrahl am Horizont. Er kommt direkt auf sie zu und umkreist sie einige Male. Dann hebt er Milly sanft hoch in die Luft und bringt sie auf die Sandburginsel Amos. Dort lernt sie die Sandburgfee Penelope kennen und begibt sich mit ihr auf eine spannende Abenteuerreise. Können die beiden die vielen Herausforderungen, die sich ihnen stellen, meistern?
    Dieses Buch enthält neben den spannenden Abenteuern von Milly und Penelope eine Reihe von Mitmach-Aufgaben, Rätseln und Spielen, die den kleinen Leserinnen das Land und die Menschen der griechischen Halbinsel Chalkidiki näherbringen. Für Mädchen ab 8 Jahren.
    Print 14,90€ 
    E-Book:  9,99 €

    Leseprobe

    Nach dem Mittagessen gehen sie auf ihr Zimmer und packen ihre Badesachen. Milly stopft schnell Handtücher, Schnorchel, Sonnencreme, ein Buch, die Sonnenbrille und Badelatschen in ihre Strandtasche. Am Strand angekommen suchen sie sich einen Platz ganz nah am Wasser. Papa stellt die Sonnenschirme auf, damit keiner einen Sonnenbrand bekommt. Mama reibt alle mit Sonnencreme ein.
    „Darf ich schwimmen gehen?“, fragt Sven.
    Mama entgegnet: „Warte, ich komme mit.
    „Ich kann das auch alleine, weil ich gut schwimmen kann.“
    „Nein, Sven. Nicht ohne Mama oder Papa.“ Papa spricht sehr ernst. Da wagt Sven keine Widerrede.
    Milly möchte noch nicht ins Wasser. Sie setzt sich am Strand in den Sand und schaut auf das Meer hinaus. Links von ihr tobt eine Gruppe von Jungen im Wasser. Sie schreien wild herum und bespritzen sich gegenseitig mit Wasser. Etwas weiter paddeln zwei Mädchen mit einem Schlauchboot umher. Irgendwie kommen sie gar nicht vorwärts. Doch dann kommt ein Erwachsener und erklärt ihnen, wie man das macht. Auf der rechten Seite bauen gerade Kinder eine Sandburg. Die sieht aber nicht gerade schön aus, denkt sich Milly. Nun schaut sie auf das offene Meer hinaus.

    Plötzlich sieht sie am Horizont einen Sandstrahl. Was macht denn bitte ein Sandstrahl auf dem offenen Meer? Er tanzt hin und her, mal langsam und mal schnell. Auf einmal bleibt er still stehen, dann kommt er direkt auf Milly zugeflogen. Er umkreist sie einige Male und hebt sie sanft hoch in die Luft. Milly zittert am ganzen Körper. Vorsichtig trägt der Sandstrahl sie weg vom Strand hinaus aufs Meer.
    Nach kurzer Zeit entdeckt Milly eine Insel. Der Sandstrahl wird langsamer und setzt sie vorsichtig am Strand ab.
    „Oje“, flüstert Milly, „wo bin ich nur?“
    Sie blickt sich um, kann aber niemanden sehen.
    Auf einmal steht ein Mädchen mit dunkelbraunen, lockigen Haaren vor ihr. „Hallo Milly.“
    „Hallo“, antwortet Milly vorsichtig.
    „Ich bin Penelope, eine Sandburgfee. Du musst dich nicht fürchten, es ist alles in Ordnung. Komm mit, ich zeige dir die Sandburginsel Amos.
    “Milly nickt zaghaft. „Das kommt mir irgendwie bekannt vor.“

    „Ja, ich weiß. Du hast im letzten Jahr die Blumenfee Aurora auf der Blumeninsel Silania besucht und mit ihr ein paar Abenteuer erlebt.“ Penelope lächelt Milly zu und nimmt sie an die Hand. Gemeinsam gehen sie über eine große Düne.

    Plötzlich taucht eine riesige Sandburg vor Milly auf. Sie ist von einem großen Fluss umgeben. Auf der linken Seite der Sandburg befindet sich ein großer Palmengarten. Zwischen den Palmen tummeln sich unzählige Grünpflanzen. Auf der rechten Seite sieht Milly einen großen Wasserfall, der von einer herrlichen Wiese mit ganz vielen bunten Blumen und verschiedenen Gräsern umgeben ist. Es sieht aus, als wäre die Sandburg mitten in einer Oase gebaut worden. Milly ist sprachlos.

    Autorenvita

    Mit vielen spannenden Geschichten begleitete Sina Noschke ihre Tochter durch die Kindheit. Nun möchte sie auch andere Kinder mit ihren Abenteuern verzaubern und in die Welt der Fantasie verführen. Sina Noschke lebt mit ihrer Familie in Berlin.

    Britta Reinhard ist in Dortmund aufgewachsen und hat in den Niederlanden Illustration studiert. Nach dem Abschluss zum Bachelor of Design kehrte sie nach Deutschland zurück und lebt und arbeitet seitdem als freie Illustratorin in Lünen.

    1. Auflage
    48 Seiten, Großformat (A4)
    Softcover, Klebebindung
    Illustrationen: Britta Reinhard
    Print:
    ISBN 978-3-943018-67-7
    € 14,90 (D) / € 15,90 (A) / sFr 22,90
    E-Book (EPUB):
    ISBN 978-3-943018-68-4

     

  • Santiagos Kick

    Santiagos KickSantiagos Kick

    Santiagos Kick

    Miriam Baltzer
    Santiagos Kick

    Von einem Tag auf den anderen wird das Leben des fünfzehnjährigen Jungen Santiago völlig auf den Kopf gestellt. Aufgewachsen in einem Vorort von Buenos Aires ist seine größte Leidenschaft das Fußballspielen. Doch als seine Eltern sterben, muss er sein geliebtes Dorf verlassen und zu seiner Tante nach Deutschland ziehen.

    Von nun an ist nichts mehr, wie es einmal war. Santiago erfährt, dass sein Vater gar nicht sein Vater war, in der Schule scheitert er, und eine Gang von älteren Jungen macht ihm das Leben zur Hölle. Schließlich wird er auch noch in Drogengeschichten hineingezogen …

    Wird das Fußballspielen Santiago bei der Bewältigung seiner Probleme helfen?

    Print:  12,90 € 
    E-Book:  11,99 €

    Leseprobe

    „Frau Walz? Spreche ich mit Frau Anna Walz?“

    Die dicken Falten am Kinn des Botschafters wackelten wie Pudding, wenn er den Kopf bewegte. Die Glatze des Mannes erinnerte Santi an eine Bowlingkugel, so glatt und glänzend, dass man sein Gesicht darin spiegeln konnte.
    „Hier spricht Engelmann von der deutschen Botschaft in Buenos Aires, Argentinien.“
    Das Hemd des Botschafters klebte unter den Achseln dunkel auf der Haut. Der Knopf seiner Hose wackelte auf dem Bauch hin und her, und Santi war sich nicht sicher, ob er die Dauer des Gesprächs überstehen oder noch vorher zu ihm über den Boden herüberkullern würde.
    „Frau Walz, ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Ihre Schwester vorgestern Abend verstorben ist.“

    Die auffällige rote Narbe am Kinn des Mannes leuchtete frisch. Vielleicht hatte sie ihm ja ein anderer Klient zugefügt, den er auch so lange hatte warten lassen wie ihn. Santi konnte die Langsamkeit des Mannes, die alles im Raum zu lähmen schien, kaum mehr ertragen. Trotz der Wichtigkeit der Lage drohte Santi einzuschlafen – so wie früher im Unterricht. Der Lehrer hatte plötzlich die Stimme erhoben, und Santi war aus dem Schlaf hochgeschreckt. Alle um ihn herum hatten sich augenblicklich gerade hingesetzt. „Manchmal bedarf es wohl eines Tempowechsels, um euch wachzurütteln“, hatte der Lehrer gesagt.

    Mal sehen, ob das bei dem Typen auch klappt, dachte Santi und sprang vom Stuhl auf. „Was sagt sie?“
    Der Botschafter zuckte zusammen, und der Hosenknopf wackelte gefährlich. Seine dunklen Schlitzaugen funkelten Santi ärgerlich an. Er drehte den Schreibtischstuhl zur Seite, den Blick demonstrativ von Santi weg auf die gegenüberliegende Seite gerichtet.
    „Das ist noch nicht alles, Frau Walz. Fernando Alvarez, Ihr Schwager, ist ebenfalls tot. Er ist gestern mit dem Auto gegen einen Baum gefahren.“
    Santi versuchte, sich Anna am anderen Ende der Leitung vorzustellen. Er konnte sich nicht mehr an ihr Gesicht erinnern. Das letzte Mal, als er sie gesehen hatte, hatte er sich noch für Flugzeuge interessiert und Spielzeugautos in einem kleinen Koffer mit auf die Reise nach Deutschland genommen. Jetzt stand er hier in dem miefigen Büro und versuchte, nicht daran zu denken, was das Telefongespräch für seine Zukunft bedeuten könnte.
    „Frau Walz, Sie sind die einzige noch lebende Angehörige des gemeinsamen Sohnes der Familie, Santiago Luiz Alvarez. Es wäre notwendig, sich über den Verbleib des Jungen zu unterhalten.“
    Es klang, als wäre es ihm eine Last. Tut mir leid, dass ich dich von einem Nachmittag bei Rotwein und einem saftigen Steak abgehalten habe, dachte Santi. Pech gehabt, es gibt mich noch. Ein Überbleibsel der Familie Alvarez.
    „Die Eltern haben ein Testament hinterlassen. Dort ist der Wunsch geäußert, dass Santiago bei Ihnen leben soll.“

    Nun wusste Anna, was Sache war. Santi stellte sich vor, wie sie zu Hause auf dem Sofa saß, fernsah oder ein Buch las und dann diesen Anruf bekam. Das Leben im Gleichgewicht – und eine Minute später kam alles durcheinander.
    „Sie will dich sprechen.“ Der Dicke hielt ihm den Hörer hin und drückte sich mit beiden Armen an den Stuhllehnen nach oben. Der Bauch fuhr an der Tischkante entlang und quetschte ein Blatt Papier zwischen sich und dem Rand des Schreibtisches ein. Mit einem schmutzigen Stofftaschentuch wischte er sich über die Stirn und schob es dann umständlich zurück in die Hosentasche. Dann schlurfte er aus dem Raum. Das Papier, das an seinem feuchten Bauch kleben geblieben war, segelte zu Boden.

    Autorenvita

    Miriam Baltzer, geboren 1978, lebt mit ihrer Familie in Ludwigsburg und ist nach dem Studium der Sportwissenschaften als Pädagogin tätig. Die Geschichten der Jugendlichen, die sie in den letzten Jahren begleitet hat, und ihr Bezug zum Sport haben sie zu ihrem Roman inspiriert.

    1. Auflage
    200 Seiten
    Softcover, Klebebindung
    Print:
    ISBN 978-3-944266-29-9
    € 12,90 (D) / € 13,90 (A) / sFr 18,50
    E-Book (EPUB):
    ISBN 978-3-944266-30-5


  • Kater Leo will fliegen lernen

     

    Kater Leo will fliegen lernen

    Kater Leo will fliegen lernen

    Sandra Rehschuh
    Kater Leo will fliegen lernen
    Kater Leo möchte gerne fliegen lernen. Natürlich sind ihm keine Flügel gewachsen. Was macht also ein schlauer Kater? Er sucht sich einen Vogel, der es ihm irgendwie beibringen kann. Doch Leo hat kein Glück. Es ist schon mitten im Herbst, Weihnachten kommt bald, und der einzige Vogel, den Leo trifft, ist die kleine, verwaiste Schwalbe Susi. Dummerweise kann auch sie nicht fliegen. So begeben sich die beiden auf die Suche nach jemandem, der ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen kann. Dabei treffen sie auf eine taube Katze namens Trine und die Gans Abigail, die Leo eigentlich gerne als Braten unter dem Weihnachtsbaum vernaschen würde. Werden sich Leo und Susi ihren Traum erfüllen können? Endet Abigail wirklich als Festmahl? Und was wird aus der tauben Trine? Eine Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt für Groß und Klein, in der auch kleine Wunder nicht fehlen dürfen.Kater Leo möchte gerne fliegen lernen. Natürlich sind ihm keine Flügel gewachsen. Was macht also ein schlauer Kater? Er sucht sich einen Vogel, der es ihm irgendwie beibringen kann. Doch Leo hat kein Glück.

    Print:  von 10,90 €  auf 4,90 €
    E-Book  3,99 €  

    Leseprobe

    „Na, schaust du wieder den Vögeln hinterher? Sie sammeln sich, werden bald abfliegen.“
    Mein Frauchen. Sanft streichelt sie mir über den Kopf.
    „Ach, muss das herrlich sein, fliegen zu können!“, stellt sie lachend fest und öffnet mir das Fenster.
    Fliegen. Ja, das muss wunderbar sein. Aber ich kann es nicht. Mir sind keine Flügel gewachsen. Leider.
    Ich blicke nach unten. Wir leben weit oben. In der dritten Etage. Ich kann nicht herausstürzen und meine Freiheit genießen. Keinen weiten Sprung unternehmen, um zu testen, ob ich nicht vielleicht doch fliegen kann. Der Baum steht nicht weit weg. Zehn oder fünfzehn Katzenlängen. Nicht mehr. Aber doch unerreichbar. Wäre doch nicht dieser tiefe Abgrund dazwischen!
    „Was überlegst du denn?“
    Was soll ich denn schon überlegen? Wie ich da hinüberkomme. Wie ich mit Ihnen mitfliegen kann! Darum drehen sich meine Gedanken! Du kannst es nicht verstehen. Du bist keine Gefangene, du bist nicht immer eingesperrt in diesen vier Wänden. Du gibst mir alles, ja. Fressen, einen warmen Schlafplatz, deine Liebe. Aber das ist nicht das, was ich brauche. Ich brauche die Freiheit! Ich bin ein Kater! Keine Rassekatze, die man irgendwo einsperren kann. Nein, ich bin ein Hauskater, ein Kater, der dazu geschaffen ist, Mäuse zu fangen. Und wenn das schon nicht möglich ist, weil es in diesem Haus keine Mäuse gibt, dann lass mich doch wenigstens hinaus. Lass mich durch die Straßen laufen, ein Feld suchen, mit dem herabfallenden Laub spielen. Kannst du das nicht verstehen?
    Sie will das Fenster schließen. „Komm, Leo. Komm rein. Es wird kalt.“
    Na und? Ich habe ein Fell. Mir ist nicht kalt. Mir wird auch nicht kalt werden. Versprochen.
    Sie drückt gegen den Rahmen. „Jetzt komm schon“, drängt sie. „Ich habe keine Zeit mehr. Ich muss zur Arbeit, dir dein Futter verdienen. Oder willst du heute Abend hungern?“
    Ich habe keinen Hunger mehr. Von mir aus braucht es auch nie wieder etwas zu fressen geben. Es ist mir egal.
    Ich lasse den Schwanz hängen, springe von der Fensterbank herunter. Heute Abend werden meine Freunde nicht mehr da sein. Ihr „wit-wit“ fehlt mir jetzt schon. Bis zum Frühjahr. Eine lange Zeit. Viel zu lang für ein Katerleben.

    Autorenvita

    Sandra Rehschuh, geboren 1984 in Pirna in der Sächsischen Schweiz, lebt heute mit ihrem Sohn und ihrem Lebensgefährten in Dresden. Zu der kleinen Familie gehört auch Stubenkater Leo, der oft sehnsüchtig am Fenster sitzt und die Vögel beobachtet. Er inspirierte die Autorin zu ihrem Buch „Kater Leo will fliegen lernen“.

    1. Auflage
    118 Seiten
    Farbillustrationen
    Softcover, Klebebindung
    Illustrationen: Corinna Walch
    Print:
    ISBN 978-3-944266-09-1
    € 10,90 (D) / € 11,90 (A) / sFr 15,90
    E-Book (EPUB):
    ISBN 978-3-944266-10-7

  • Die Jagd nach dem magischen Lexikon

     

    Die Jaagd nach dem magischen Lexikon

    Die Jagd nach dem magischen Lexikon

    Sabine Kampermann
    Die Jagd nach dem magischen Lexikon
    In der Trollwelt herrschen chaotische Zustände, seit die Trolle verflucht wurden und nicht mehr lesen dürfen. Trollmädchen Sofia ist verzweifelt: Sie liebt Bücher, und für sie gibt es nichts Besseres als gute Geschichten. Um ihre geliebte Großmutter Piranhia von dem Fluch zu befreien, muss sie das magische Lexikon finden und dem jungen, einsamen Genie Albert, dem das Lexikon gehört, acht Wünsche erfüllen.
    Mithilfe der Wünsche lernt Albert den Wert von Freundschaften kennen und freundet sich ausgerechnet mit seinem Todfeind Sebastian an. Die unvorhersehbaren Nebenwirkungen der Wünsche bewirken allerdings, dass Alberts schwangere Mutter überstürzt ins Krankenhaus gebracht werden muss. Der letzte noch verbliebene Wunsch stellt Albert vor die Wahl: Mutter oder Kind? Findet Albert durch die Hilfe seiner neuen Freunde einen Ausweg? Eine märchenhafte Geschichte für junge Leser ab 8 Jahren.
    Print:  12,90 €
    E-Book: 7,99  €  

    Leseprobe

    Sofia blickte zuerst auf den Buchdeckel, danach auf den wachsenden Türspalt. Die Tür knarrte und wehrte sich, doch auf Dauer vergeblich. Der Spalt wuchs unaufhaltsam. Das Licht einiger Glühwürmchen fiel hindurch.

    Sofia sah etwas, vielmehr ein Wesen. Trollfell schimmerte grün durch den Spalt. Sie zitterte. Kein Troll durfte sie beim Lesen erwischen! Nur das nicht! Sie fasste sich an den Hals und massierte ihn. Das letzte Stück Papier rutschte ihre Speiseröhre hinunter. Sie japste nach Luft, schluckte zu viel und rülpste. Eine Klaue hielt sie sich vor das Maul und erstickte damit den Rülpslaut, mit der anderen rieb sie ihren Bauch. Ihr Blick ging zum Buch. Die Schatzinsel bannte sie, sie konnte sich kaum bewegen.
    Ganz langsam schaffte sie es, wenigstens ihre Beine auszustrecken. Noch ein paar Zentimeter weiter, dachte sie und drückte die Knie durch.
    In diesem Augenblick betrat eine anbetungswürdig warzige Gestalt ihr Versteck.
    »Umma«, hauchte Sofia. Sie bewunderte die pelzige alte Trollin mehr als jeden anderen Troll auf der Welt. Wie gerne schaute sie in Umma Piranhias Gesicht! Unzählige Warzen in den unterschiedlichsten Formen und Farbschattierungen schmückten es. Umma konnte mehr davon vorweisen als Ödnis und der Trollchef zusammen. Sofia zierten nur wenige, völlig farblose Warzen, leider. Diese verdienten den Namen Warze nicht einmal.
    Sie seufzte und starrte Umma weiterhin anerkennend an. Ein besonders prachtvolles blaues Warzenexemplar prangte mitten auf Piranhias breitem, knolligem Riechkolben. Ein Lauschlappen lugte aus dem dichten koboldblauen Haar hervor, welches durch den Staub in den Höhlen eher grau wirkte – nicht wegen ihres Alters, wie Piranhia stets betonte. Blau leuchtete nur ihr selbstgenähter Kittel, der ihr Fell vor Haarausfall und Verschmutzung schützte. Sofia konnte sich nicht sattsehen. Die haarigen Klauen schmückten lange, scharfe Krallen, und Ummas runde Augen leuchteten gelbgrün.
    Sofia betrachtete ihre eigenen Stummelkrällchen und seufzte noch einmal. Nie würde sie so eindrucksvoll aussehen wie Piranhia. Sie galt als die unscheinbarste Trollin der gesamten Trollheit. Ihren Oberkörper zierte kein Pelz – abgesehen vom Rücken, und den verdeckte ihr Hemd.
    Fast neidisch berührte sie Ummas glänzendes Fell, das selbstverständlich den ganzen Leib bedeckte, und stöhnte. Sofias runden, meerblauen Augen fehlte jegliche Trollhaftigkeit, zudem beschämten ein solch kleiner Riechkolben und mickrige, kaum abstehende Lauschlappen ansonsten keinen ihrer Artgenossen. Niemand schenkte ihr Beachtung. Sie glich einem Menschen. Das hatte ihre Mutter bereits bemerkt, als Sofia noch zu den Kleintrollen gehörte. Seitdem wünschte sie sich, wenigstens einmal in ihrem Leben einen Menschen zu sehen.
    »Ja, ich bin es, deine Umma. Dass du dich überhaupt noch an mich erinnerst! Wolltest du mich nicht besuchen, oder gilt das erst für nächstes Jahr?«
    »Ups!« Mehr brachte Sofia nicht heraus. Den Besuch hatte sie über der Schatzinsel völlig verschwitzt. Nie zuvor hatte sie Umma vergessen. Eher versäumte sie zu schlafen, zu essen oder den Gutenmorgenrülpser.

    Autorenvita

    Sabine Kampermann schreibt fantastische Kinderbücher, jedoch nicht ausschließlich. So wurde sie unter anderem für den Agatha-Christie-Preis sowie für mehrere Kurzgeschichtenpreise nominiert. In ihren Geschichten erweckt sie nicht nur Trolle zum Leben, sondern auch Wollmäuse, sprechende Türen, festgerostete Erdachsen und Drachenvegetarier mit Haifischgebiss.
    „Die Jagd nach dem Magischen Lexikon“ wurde vom Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg mit einem Arbeitsstipendium ausgezeichnet.

    1. Auflage
    190 Seiten
    Farbillustrationen
    Softcover, Klebebindung
    Illustrationen: Jan Hillen
    Print:
    ISBN 978-3-944266-11-4
    € 12,90 (D) / € 13,90 (A) / sFr 18,50
    E-Book (EPUB):
    ISBN 978-3-944266-12-1

     

  • Was geht denn hier ab?

     

    Was geht denn hier ab?

    Was geht denn hier ab?

    Dierk Rohdenburg
    Was geht denn hier ab?

    Was geht denn hier ab? Das fragt sich die vierzehnjährige Anna. Bis vor wenigen Monaten ist ihr Leben ganz normal verlaufen – in einer Familie mit Mutter und Vater und ihrem großen Bruder Ben. Doch seitdem sich ihre Mutter in eine Frau verliebt hat, hat sich schlagartig alles geändert. Zuerst die Trennung der Eltern, dann der Umzug, und dann geht auch noch Ben mit der Mutter wegen deren Geliebter auf offene Konfrontation.
    Anna schlägt sich mit vielerlei Problemen herum: Was heißt das überhaupt, lesbisch zu sein? Kann man das etwa erben? Und dann diese Kanalratten unter dem Rost im Hof: was, wenn sie eine Invasion ins Haus planen?
    Doch dann gibt es einen Lichtblick, als sie den Hobbyfotografen Lorenz kennenlernt …
    Eine turbulente Geschichte aus dem Leben eines eigentlich ganz normalen vierzehnjährigen Mädchens.Was geht denn hier ab?
    Print: 10,90 €  
    E-Book:  7,99 €  

    Leseprobe

    Weil Ben bei uns wohnen bleiben muss, hat er sein Zimmer zum Sperrgebiet erklärt. „Hier kommt keine Barbara und schon gar keine Maike rein.“ Barbara ist meine Mutter. Seitdem Ben weiß, dass sie sich in Maike verliebt hat, nennt er sie nur noch mit Vornamen. So, als ob sie dann nicht mehr seine Mutter ist. Ich finde das blöde. Der tut irgendwie, als ob lesbisch sein was Schlimmes ist. Als ob man dann seine Verwandtschaft auflösen könnte. So ein Schwachsinn. Bei mir ist Mama immer noch Mama. Ich könnte sie nicht mit dem Vornamen anreden. Außerdem habe ich sie weiter lieb. Klar. Und ich bin schließlich weiter ihre Tochter.
    Na ja, Ben schließt jetzt immer sein Zimmer ab. Meine Mutter darf die frische Wäsche nur vor der Tür ablegen. Was sie auch tut, obwohl Maike ihr vorwirft, dass sich Mama von ihrem Sohn terrorisieren lässt. „Soll er seine Wäsche doch selber waschen und bügeln“, hat sie gesagt. „So wird der nie selbstständig.“
    Ich habe es nur zufällig gehört, weil ich gleich nebenan auf dem Klo saß.
    „Er ist immer noch mein Sohn“, hat meine Mama argumentiert.
    „Das wird er auch bleiben, wenn du ihm nicht alles hinterherräumst. Aber er ist sechzehn Jahre alt. Und wenn er sich nicht an Regeln hält, muss er eben Konsequenzen erfahren.“
    Mama hat darauf nur geseufzt, und ich habe die Spülung betätigt, weil ich keine Lust hatte, mir das alles weiter anzuhören. Als ich in den Flur kam, hat es nach Zigaretten gestunken. Wie so oft in letzter Zeit. Seit dem „Coming-out“ hat Mama wieder mit dem Rauchen angefangen. „Ich habe es sowieso nur wegen Papa aufgegeben“, sagt sie.
    So ganz glauben kann ich ihr das nicht. Vielleicht liegt es auch an Maike. Die qualmt den ganzen Tag lang. Selbstgedrehte mit Filter. Macht Mama jetzt auch, dabei hat sie früher immer die Marlboro lights aus dem Automaten gezogen. Das ist aber schon drei Jahre oder so her. Eben seit Papa auch beschlossen hatte, nicht mehr zu rauchen.
    Ich halte also vor dem Haus, in dem Mama, Ben und ich seit vier Wochen wohnen. Das Rad muss man hier immer in den Schuppen bringen, damit es nicht geklaut wird. Sagt zumindest der Hausmeister Herr Gollwitzer.
    Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das Viertel so kriminell ist. Nebenan wohnen eigentlich nur Spießer. Alte Omas mit Dauerwelle, denen schon der Mann weggestorben ist. Die hängen immer am Fenster und starren hinaus. Oder sie stehen auf ihrem Balkon und zupfen an ihren Geranien herum.
    „Dieses Jahr wollen sie einfach nicht richtig blühen.“
    „Das liegt an der großen Hitze. Das können die gar nicht ab.“
    „Ja, das mag sein. Dabei gieße ich sie morgens und abends. Und ich zupfe die vertrockneten Blüten immer vom Stängel.“
    „Das tue ich auch. Aber sehen Sie mal: meine Begonien. Die sind schöner als im vergangenen Jahr geworden.“
    Irgendwann wissen sie nicht mehr, worüber sie sich unterhalten sollen. Das mit den Blumen haben sie sich ja schon gestern und vorgestern erzählt. Dann stehen sie da, seufzen, zupfen weiter, bis sich eine abwendet und nach drinnen geht. „Ich werde mal wieder was tun. Die  Wäsche wartet.“
    Später hängen drei Kittel am Bügel auf der Balkonwäscheleine, und ich könnte schwören, dass die da erst gestern gehangen haben. Ist eben ein arbeitsreiches Leben, das Leben der alleinstehenden Hausfrau. So hart, dass man drei Kittel am Tag verbraucht …
    Na ja, ich gehe also durch den Keller und trete auf den Hof, als ich es plötzlich quieken höre. Tierisch hoch. Wie in großer Panik. Hektisch sehe ich mich um. Was geht hier ab? Da entdecke ich sie: Ratten. Unter dem Gitterrost mitten auf dem Hof. Wie viele? Ich mag gar nicht genau hinschauen. Aber zwei sind es bestimmt. Vorsichtig gucke ich noch mal hin, sehe die langen, nackten Schwänze und Gewusel unter den Eisenstangen.
    Was, wenn die jetzt rauskommen? Mir wird schlecht bei der Vorstellung: Zwei halbverhungerte Ratten drücken das Abflussgitter hoch, flitzen über die Steinplatten, verbeißen sich mit ihren scharfen Zähnen in meine Zehen und beginnen zu knabbern. Erst die Nägel, dann die Haut. Ich versuche, sie abzuschütteln, doch sie hängen fest, werden an meinem Fuß durch die Luft geschleudert, lassen einfach nicht los.

    Autorenvita

    Dierk Rohdenburg, geboren 1966 in Bremen, studierte Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaften und Kulturwissenschaft an der Universität in Bremen. Im Alter von 29 Jahren veröffentlichte er sein erstes Jugendbuch. Seitdem sind in loser Reihenfolge zahlreiche Kinderkrimis, Jugendromane und Bücher für Erwachsene erschienen.
    Das Schreiben ist seit vielen Jahren sein Hobby. Schon als Jugendlicher begann er, Kurzgeschichten zu verfassen. Im Jahr 1992 bekam er das Autorenstipendium des Landes Bremen, 1995 veröffentlichte er seinen ersten Jugendroman.  Rohdenburg lebt in Bremen. Hauptberuflich ist er Redaktionsleiter einer Lokalzeitung im niedersächsischen Umland der Hansestadt.

    1. Auflage
    160 Seiten
    Schwarzweiß-Illustrationen
    Softcover, Glanzeinband, Klebebindung
    Illustrationen: Jan Hillen
    Print:
    ISBN 978-3-943018-40-0
    € 10,90 (D) / € 11,90 (A) / sFr 15,90
    E-Book (EPUB):
    ISBN 978-3-944266-02-2

  • Komm, lies mit mir eine Geschichte

    Komm, lies mit mir eine Geschichte

    Komm, lies mit mir eine Geschichte

    Heidi-Anna Salicites
    Komm, lies mit mir eine Geschichte
    Auch Autos können Herzweh haben, sich verlieben und von romantischen Momenten träumen, auch Raben können sich beim Spielen im Garten einen Schnupfen holen, auch Schneehasen können Skifahren lernen und auch Bärenkinder können Kuchen backen und Feste in einem Baumhaus feiern…
    Sechs liebevolle, süße Geschichten mit Herz und Fantasie – für kleine und große Kinder, zum Vorlesen oder Selberlesen.

    Print:  13,90 € 
    E-Book:  3,99 €  

     

     

     

    Der kleine Bär Lolli:
    Der kleine Bär Lolli ist schon ganz aufgeregt: Er darf zum ersten Mal mit seinen älteren Geschwistern ein Fest im Baumhaus feiern! Was wohl seine Mama dazu sagen wird?

    Das verliebte rote Auto:
    Pit, das kleine rote Auto, hätte gerne eine Freundin und gibt deswegen eine Suchanzeige auf. Eines Tages trifft es im Park auf eine Autodame, die ihm sehr gefällt.

    Der kleine Drache, der kein Feuer speien konnte:
    Der kleine Drache Maximilian kann einfach kein Feuer speien, so sehr er sich auch anstrengt. Wird er es bis zum großen Feuerspeifest noch lernen?

    Der kranke Rabe Manni:
    Der kleine Rabe Manni hat sich im Winter draußen beim Spielen erkältet. Nun wollen auch seine Geschwister von dem leckeren Hustensaft kosten, den ihm der Doktor verschrieben hat.

    Der kleine Schneehase, der Skifahren lernen wollte:
    Benjamin, der kleine Schneehase, lebt mit seiner Familie in den hohen, verschneiten Bergen und möchte gar zu gerne Skifahren lernen. Was wird er da mit seinem Freund Bambi wohl erleben?

    Der kleine Regenwurm, der keinen Regen mochte:
    Der kleine Regenwurm Sebastian hat Angst vor dem Regen. Seine Mama und sein Papa möchten ihm mit einer List helfen, seine Angst zu überwinden. Wird es ihnen gelingen?

    Leseprobe

    Auszug aus „Der kleine Drache, der kein Feuer speien konnte“:
    Drache MaximilianDer Drache Archibald, der ganz besonders übermütig war, sagte zu Maximilian: „Komm mit mir, wir gehen jetzt durch den Wald nach Hause.“
    Maximilian, der noch ein bisschen kleiner war, meinte: „Aber da ist vielleicht die Mama nicht einverstanden, denn ich darf noch nicht so spät durch den dichten Wald spazieren.“
    „Na ja“, meinte der einfallsreiche Archibald, „dann musst du einfach ein bisschen Feuer speien, aber nicht zu viel, dann siehst du auch im Dunkeln gut. Probiere es mal aus.“
    Und Archibald zeigte dem kleinen Drachen, wie das so ging. „Du machst weit den Mund auf, es ist ganz einfach! Krchchchchch!“ Und eine riesige Feuerwolke kam aus seinem Rachen.
    Der kleine Maximilian stand auf den Hinterpfoten und bestaunte seinen Freund.
    „Jetzt bist du dran“, meinte Archibald.
    Der kleine Maximilian pustete einmal fleißig. „Hm, da kommt aber kein Feuer“, meinte er. „Am besten versuche ich es gleich noch einmal.“ Er pustete und pustete so lange, bis seine Backen rund und riesig aufgeblasen waren.
    Aber es wollte einfach kein Feuer aus seinem Rachen kommen. „Erkläre es mir bitte noch einmal“, bat er Archibald und tapste ungeduldig von einem Fuß auf den anderen.

    Autorenvita

    Die gebürtige Österreicherin lebt und kreiert in Paris, verfügt über eine interkulturelle Ausbildung und ist Gründerin einer Kinderkrebshilfe. Zu ihren französischen Publikationen zählen „Eloïse“ und Geschichten von der kleinen rosa Ente. Auch hat sie Poesiebände über die historische Vergangenheit ihrer Heimatstadt Graz verfasst. In den Augen der Autorin zählen vor allem soziales Engagement für krebskranke Kinder und im Forschungsbereich, frohe Kinderaugen und große, träumende Kinderherzen.

    1. Auflage
    96 Seiten
    Farbillustrationen
    Softcover, Glanzeinband, Klebebindung
    Illustrationen: Rudolf Schuppler
    Print:
    ISBN 978-3-943018-16-5
    € 13,90 (D) / € 14,90 (A) / sFr 20,90
    E-Book (PDF):
    ISBN 978-3-943018-17-2

  • Maria hat’s nicht leicht

    Maria hat's nicht leicht

    Maria hat’s nicht leicht

    Inken Weiand
    Maria hat’s nicht leicht
    Wer hat Markus’ Burg zerstört? Warum darf man auf der Nachbareinfahrt keine Bilder malen – und warum später doch? Wie kommt Marias Bild in die Ausstellung? Und wer ist nun eigentlich ihr Lieblingsbruder?
    Maria ist fünf. Sie geht in den Kindergarten, spielt gerne und macht auch einmal Unfug, so wie viele andere Kinder auch. Aber sie hat etwas, das nur wenige andere Kinder haben: Sie hat vier Brüder. Matthäus, Markus, Lukas und Paul heißen sie, und mit ihnen kann man täglich eine ganze Menge erleben.
    Ein Buch vom Streiten und Vertragen, vom Großwerden und von dem, was zählt…
    Zum Vorlesen oder Selberlesen. Lesealter: 5-8
    Print:  von 13,90 € auf 4,90 €  
    E-Book:  3,99 €  

    Rezension: lesen

    Leseprobe

    Manchmal fragt jemand Maria, welcher Bruder eigentlich ihr Lieblingsbruder ist. Dann muss Maria überlegen.
    Matthäus, denkt sie, Matthäus ist bestimmt mein Lieblingsbruder. Er hat Maria das Schreiben beigebracht, und noch so einige andere nützliche Sachen: wie man einen kleinen Frosch fängt zum Beispiel. Und wie man den Reifen von Marias Roller aufpumpt. Und wie man wirklich gute Papierflieger faltet. Wenn Matthäus Hausaufgaben macht, dann darf Maria manchmal bei ihm im Zimmer sitzen. Sie sitzt an dem kleinen Tisch und malt oder schreibt einen Brief an Matthäus. Ja, Matthäus ist bestimmt Marias Lieblingsbruder.
    Oder doch Markus?, überlegt Maria. Ja, eigentlich ist wohl Markus Marias Lieblingsbruder. Markus ist zwar immer erst spät am Nachmittag wieder zu Hause, weil er auf eine Förderschule geht. Der Schulbus bringt ihn immer erst nachmittags zurück. Aber dann hat er keine Hausaufgaben mehr auf. Und meistens spielt er dann mit Maria. Fußball zum Beispiel. Oder Markus trägt Maria auf dem Rücken durch das ganze Haus. Markus ist stark, wirklich. Manchmal sitzen sie auch in Markus’ und Lukas’ Zimmer und bauen Legoautos. Dann lassen sie die Autos mit voller Kraft gegeneinander sausen. Und wessen Auto weniger kaputtgeht, der hat gewonnen. Früher hat immer Markus gewonnen, aber inzwischen gewinnt Maria immer öfter. Ja, Markus ist wohl Marias Lieblingsbruder.
    Oder doch eher Lukas? Lukas ist gar nicht so viel älter als Maria, nur zwei Jahre. Aber er geht schon in die Schule. Und er hat nie Lust, Hausaufgaben zu machen. Dafür hat er die besten Ideen. Zu zweit probieren sie aus, ob Silberlöffel wohl im Backofen schmelzen. Sie spielen Kletterwand an Papas Bücherregalen. Sie sehen nach, wie ein Kaktus unter der Erde aussieht. Sie bauen ein Flugzeug aus fast allen Möbeln in Lukas’ und Markus’ Zimmer und fliegen damit nach Afrika. Mit Lukas wird es nie langweilig. Ja, wahrscheinlich ist Lukas Marias Lieblingsbruder.
    Aber wie ist es mit Paul? Paul ist noch klein, ja, das ist er. Er geht noch nicht einmal in den Kindergarten. Mit ihm teilt sich Maria ihr Zimmer. Paul schläft im Gitterbettchen, Maria unten im Doppelstockbett. Aber bald, wenn Paul drei ist, dann zieht er ins Doppelstockbett um. Und Maria darf oben schlafen! Mit Paul kann Maria wunderbar spielen. Er findet einfach alles toll, was Maria vorschlägt. Sie bauen sich zu zweit eine Bude im Kinderzimmer. Sie kochen endlos lange mit dem Puppengeschirr. „Nudeln“, sagt Paul. „Mia, Nudeln dekocht.“ Sie ärgern zu zweit die großen Brüder, wenn die ihre Ruhe haben wollen. Ja, Paul ist wohl Marias Lieblingsbruder. Oder?

    Inhaltsverzeichnis

    Maria hat’s nicht leicht – Marias Lieblingsbruder – Eine schöne Bescherung – Von der Vergebung – Am besten gäbe es dich nicht – Brüder sind lästig – Brüder sind klasse! – Feste – Der Langweiler – Ein Musical – Singen Sie doch alle mit! – Das Püppchen Irene – Im Garten – Die armen Kinder – Die schwierige Nachbarin – Ein komisches Bild – Das ist meine Maria! – Maria wird groß

    Autorenvita

    Inken Weiand, Jahrgang 1968, studierte Mathematik und lebt heute als Autorin und Familienfrau mit Mann und drei Kindern bei Bad Münstereifel. In ihrer evangelischen Kirchengemeinde engagiert sie sich in den Bereichen Kinder- und Jugendarbeit, Kirchenmusik sowie Gottesdienstgestaltung.

    1 . Auflage
    100 Seiten
    Farbillustrationen
    Softcover, Klebebindung
    Illustrationen: Kathi Andree
    Preissenkung! Print:
    ISBN 978-3-943018-26-4
    € 4,90
    Preissenkung! E-Book (PDF):
    ISBN 978-3-943018-27-1
    € 3,99

     

     

  • Rosalie, die Rampensau

    Rosalie, die Rampensau

    Rosalie, die Rampensau

    Katharina Baumfeld
    Rosalie, die Rampensau

    Das Schwein Rosalie hat genug von ihrem langweiligen Dasein auf dem Bauernhof. Sie will etwas erleben, und da kommt die Möglichkeit, eine Rolle im Theater zu übernehmen, gerade recht. Doch nicht einmal im Traum hat sie sich vorgestellt, wie gefährlich dieses Abenteuer für sie werden könnte.
    Finn plagen ganz andere Sorgen. Er will nicht mehr bei seiner grässlichen Tante Agnes wohnen, sondern zu seinem Vater nach Afrika ausreißen – auf einem Floß und zusammen mit seiner besten Freundin Nuka.
    Und als die Wege von Rosalie und den beiden Kindern sich kreuzen, wird es erst richtig aufregend. Ein tierisch spannendes Abenteuer für Kinder ab 8 Jahren.
    Print: 13,90 € 
    E-Book: 7,99 € 

     

     

    Leseprobe

    „Das Schwein heißt Rosalie.“ Der Fahrer des Transporters hatte sich das ganze Spektakel mit den Jungen gemütlich aus der Ferne angeschaut und überreichte Alf nun den Lieferschein. „Tatsächlich“, sagte Alf und hielt Rosalie das Papier unter den Rüssel. „Da steht es groß und deutlich: ‚Lieferung eines Schweins namens Rosalie’. Das hättest du mir aber auch wirklich gleich sagen können, Mädchen.“
    „Hab ich doch“, wollte Rosalie sagen, aber da hatte sich Alf schon wieder dem Fahrer zugewandt.
    „Danke, Willi“, sagte er.

    „Keine Ursache. Macht mir doch Freude, dir Freude zu machen.“ Der Fahrer grinste.
    „Ja, klar, und meine Freude ist grenzenlos. Bis demnächst.“ Alf nahm Rosalie und ging mit ihr in das Theatergebäude.
    Drinnen war es düster, fast so wie im Stall zu Hause. Aber es roch längst nicht so gut. Rosalie schnüffelte, aber sie kannte keinen der Gerüche.
    „Schminke, Farbe und Muff“, sagte Alf, der sie beobachtet hatte. „Wenn man sich ein wenig auskennt, merkt man, dass jedes Theaterstück anders riecht. Dann kann man am Geruch erkennen, was abends gespielt wird. Ist ganz praktisch, wenn man vergessen hat, auf den Vorstellungsplan zu gucken.“
    „Herrgott, Alf!“, rief da eine ungeduldige Stimme. „Wie wäre es, wenn du aufhören würdest, dem Schwein eine philosophische Rede zu halten, und deinen Hintern zur Bühne bewegst? Die Probe sollte schon vor einer halben Stunde anfangen!“
    In einer Eisentür, über der ein rotes Licht blinkte, erkannte Rosalie den Mann, der Erik hieß und dabei gewesen war, als sie ausgesucht wurde.
    „Soll ich das Schwein mitbringen?“, fragte Alf.
    „Natürlich sollst du das Schwein mitbringen“, stöhnte Erik entnervt. „Schließlich warten wir seit Stunden auf nichts anderes als auf das Schwein. Genau genommen ist das hier eine Probe für das Schwein. Eine Schweineprobe im wahrsten Sinne des Wortes.“
    „Na komm, Rosalie“, sagte Alf und zog sanft an dem Strick. „Es ist Zeit, dass du die Bretter kennen lernst, die für irgendeinen Idioten die Welt bedeutet haben sollen.“
    Er führte Rosalie durch die Eisentür und zwischen zwei Stoffbahnen hindurch. Und dann war es plötzlich strahlend hell. Rosalie wich erschrocken zurück.

    Autorenvita

    Katharina Baumfeld wurde 1975 in Berlin geboren. Sie studierte Kulturwissenschaften und Landschaftsentwicklung in Osnabrück und Lüneburg und arbeitete an mehreren Theatern, darunter den Städtischen Bühnen Osnabrück, den Bayreuther Festspielen und dem Off-Theater „Ewigsucher“. Heute lebt sie mit zwei Hunden und zwei Meerschweinchen in Osnabrück. Sie ist bei einem Medienvertrieb tätig und arbeitet neben ihrer Autorentätigkeit als freie Texterin und Übersetzerin. „Rosalie, die Rampensau“ ist ihr erstes Kinderbuch.

    1. Auflage
    128 Seiten
    Farb- und Schwarzweißillustrationen
    Softcover, Klebebindung
    Illustrationen: Anja Goossens
    Print:
    ISBN 978-3-943018-44-8
    € 13,90 (D) / € 14,90 (A) / sFr 20,90
    E-Book (EPUB):
    ISBN 978-3-943018-49-3

  • Fridolin zieht nach Berlin

    Fridolin zieht nach Berlin

    Fridolin zieht nach Berlin

    Thomas Tippner
    Fridolin zieht nach Berlin
    Ein kleiner Hund entdeckt die Hauptstadt
    Fridolin ist traurig. Seine Menschenfamilie Papa Hannes und Mama Claudia haben beschlossen, mit Sack und Pack nach Berlin zu ziehen. Und alle anderen Mitglieder der Familie, die Kinder Anna und Oliver sowie der Hund Fridolin, die Katze Mizie und der Vogel Peterle müssen natürlich auch mit.
    Fridolin kann sich nicht vorstellen, seine Freunde, die Dackeldame Fifi und den Spitzdackelschnauzer Ernesto, nicht mehr wiederzusehen. Kein Wuff kommt Fridolin über die Schnauze. Und dann soll es auch noch nach Berlin gehen, in die Hauptstadt, wo es nur so von Autos wimmelt! Dabei ahnt Fridolin noch nicht, welche Abenteuer er in Berlin erleben und wie viele neue Freunde er finden wird.  Eine spannende Geschichte für große und kleine Helden, die ihre Umzugstraurigkeit weglächeln möchten.


    Print:13,90 € 
    E-Book:7,99 € 

    Leseprobe

    Es konnte gar nichts mehr schiefgehen. Der Tag war super.

    Und während Fridolin die Auffahrt zu seinem Zuhause hinauftrottete, hörte er das leise Schluchzen von Anna. Seine Schlappohren stellten sich auf. Warum weinte sie? Konnte es sein, dass Oliver sie wieder einmal geärgert hatte?
    Fridolin schlich auf die Terrasse, stupste die Terrassentür mit der Nase an und lugte durch den entstandenen Spalt nach links zu der Sitzecke, wo die Familie Wagner immer saß, wenn sie Fernsehen guckte oder sich unterhielt.
    „Nun weine doch nicht“, tröstete Mama Claudia ihre Tochter und streichelte ihr über den Kopf.
    Anna aber weinte immer doller. Dicke Tränen liefen ihr über die Wangen, während sie ihren Kopf an die Schulter ihrer Mutter presste.
    Oliver weinte nicht, aber er sah auch betreten aus. Er schaute immer abwechselnd von seiner Mutter zu seinem Vater, der wiederum in seinem Sessel saß und die Lippen fest aufeinandergepresst hatte.
    Das eben noch empfundene Hochgefühl hatte Fridolin längst verlassen. Vorsichtig, den Kopf gesenkt und so leise wie möglich ging er auf die Familie zu.
    „Ich mache das doch nicht, um euch zu ärgern“, versuchte Papa Hannes, die noch immer weinende Anna zu beruhigen. „Aber die Chance auf diesen Job darf ich mir nicht entgehen lassen.“
    Anna sagte etwas, ohne dass Fridolin es verstand. Sie schluchzte so stark, dass ihre Worte in ihren Tränen untergingen.
    „Ach, Mäuschen“, tröstete Claudia ihre Tochter und gab ihr ein Küsschen auf die Stirn.
    „Können wir nicht hierbleiben, Papa?“, wollte Oliver mit belegter Stimme wissen. „Berlin ist nicht so weit weg. Kannst du nicht jeden Tag hinfahren?“
    „Ach, Großer“, seufzte Hannes und setzte sich in seinem Sessel auf, „das wären jeden Tag zwei Stunden Autofahrt. Das können wir uns nicht leisten. Benzin ist teuer.“
    „Ich will hier nicht weg“, sagte Oliver kleinlaut und sein Kinn begann zu zittern.
    „Ich auch nicht“, weinte Anna.
    Weg? Von hier? Aus Bömsen?

    Autorenvita

    Thomas Tippner wurde 1980 in Reinbek geboren. Schon immer hat er gerne geschrieben und sich mit phantastischer Literatur beschäftigt. Er ist für mehrere Hörspiellabels aktiv und betreut dort mehrere Serien. Außerdem hat er bereits verschiedene Fantasy- und Abenteuergeschichten für Kinder und Jugendliche veröffentlicht.

    2. überarbeitete und erweiterte Auflage
    128 Seiten
    Farb- und Schwarzweiß-Illustrationen
    Softcover, Klebebindung
    Illustrationen: Heike Georgi
    Print:
    ISBN 978-3-943018-45-5
    € 13,90 (D) / € 14,90 (A) / sFr 20,90
    E-Book (EPUB):
    ISBN 978-3-943018-46-2